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Zahnarztpraxis · Prophylaxe · Zahnputzschule · Ästhetische Zahnheilkunde · Zahnerhaltung · Zahnimplantologie
Dr. med. dent. Nicole Röllinger, Dr. med. dent. Jörg Röllinger
Venloer Str. 539
50259 Pulheim
Tel.: (02238) 22 40
Fax: (02238) 92 23 32
E-Mail: dres.roellinger@netcologne.de

Fahrrad:
Fahrradständer befinden sich vor der Haustür

Auto:
eigene, kostenlose Parkplätze stehen direkt vor der Praxis zur Verfügung

Bus:
die Haltestelle "Altes Rathaus" ist ca. 100 m von der Praxis entfernt

Bahn:
auf der Strecke "Köln-Grevenbroich/Rheydt" liegt der Bahnhof Stommeln in etwa 8 min. Fußweg Entfernung von unserer Praxis

Wir wünschen Ihnen eine angenehme Anfahrt und freuen uns auf Ihren Besuch.




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Gesundheitsnews





Keine Chance der Karies
Kooperationsvereinbarung mit der AOK Hessen

Je früher Eltern mit Ihrem Kind einen Zahnarztbesuch unternehmen, desto besser. Die Kosten für frühkindliche Untersuchungen bei Babys und Kleinkindern übernimmt nun auch die AOK Hessen seit dem 1. Oktober 2017.

Gute Nachrichten für Versicherte der AOK Hessen: Seit 1. Oktober 2017 können Eltern schon mit Babys und Kleinkindern in der Zahnarztpraxis vorbeischauen; die Kosten für die Untersuchungen übernimmt Hessens größte Krankenkasse, auch wenn die Kinder erst zwischen 6 und 30 Monate alt sind. Möglich ist das durch eine neue Kooperationsvereinbarung zwischen der AOK Hessen und der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Hessen.

Die Deutschen Mundgesundheitsstudien der vergangenen Jahre zeigten bei Kindern eine Schieflage der Kariesverteilung. Diese Erkenntnis bestätigte sich bei der im Jahr 2016 veröffentlichten Studie erneut: 81 Prozent der Kinder sind zwar kariesfrei, ein Fünftel ist jedoch von Karies betroffen. Für diese Risikogruppe und ihre Eltern sind Aufklärung, Motivation und gezielte Therapiemaßnahmen erforderlich. Kinder, die keine regelmäßigen Kontrolluntersuchungen beim Zahnarzt durchführen lassen, haben dreimal so viele Zähne mit Karies wie andere Kinder ihres Alters. Für Kinder im Alter zwischen dem 30. und 72. Lebensmonat sind drei zahnärztliche Früherkennungsuntersuchungen vorgesehen – nun kommen für AOK-Versicherte zwei weitere Untersuchungen in einer frühen Lebensphase hinzu.

„´Gesunde Kinder – gesunde Zukunft` – so heißt eine wichtige Präventionskampagne der AOK Hessen. Und was für die Themen Ernährung, Bewegung und Stressbewältigung gilt, das gilt selbstverständlich auch für die Zahngesundheit: Je früher man ansetzt, desto besser. Deshalb freue ich mich, dass wir mit diesem Versorgungsvertrag eine bestehende Lücke bei den zahnärztlichen Früherkennungsuntersuchungen schließen können – zum Wohle der kleinen Patienten und ihrer Eltern”, sagt AOK-Vorstandsbevollmächtigte Dr. Isabella Erb-Herrmann.

Auch Stephan Allroggen, Vorstandsvorsitzender der KZV Hessen, begrüßt die neue Kooperationsvereinbarung: „Die Phase des Kindes zwischen 0 und 3 Jahren bis zum voll entwickelten Milchzahngebiss ist von hoher Bedeutung für das Kariesrisiko im Milch- und auch im bleibenden Gebiss. Kinder mit frühkindlicher Karies (ECC) haben im Erwachsenenalter deutlich mehr Karies. ECC hat zudem negative Folgen für die kindliche Entwicklung, den Schulerfolg und das Sozialverhalten. Auch die Infektanfälligkeit der Kinder ist erhöht. Ich appelliere deshalb an die Eltern wie auch an die Zahnärztinnen und Zahnärzte, die zusätzlichen Untersuchungen, die wir mit der AOK Hessen vereinbart haben, möglichst oft zu nutzen.“

Etwas mehr als 5.000 Kinder wurden im vergangenen Jahr im Schnitt pro Monat in Hessen geboren (Lebendgeborene, Hessisches Statistisches Landesamt, Wiesbaden 2017). Insgesamt kamen demnach mehr als 60.000 Kinder innerhalb des Jahres 2016 in Hessen zur Welt. 18.572 Neugeborene verzeichnete die AOK Hessen bei ihren Versicherten im vergangenen Jahr, was einem Anteil von knapp 31 Prozent entspricht.

Abkürzungen - oft böhmische Dörfer
Abkürzungen - oft böhmische Dörfer

Osterholz-Scharmbeck (OHZ), den 23.08.2017: Nicht nur, dass man die sprichwörtliche Arzt-Klaue oft nicht lesen kann, nein, auch viele Abkürzungen oder Fachausdrücke sagen einem gar nichts und lassen so manchen Patienten ratlos zurück. Selbst der Zahnarzt vergisst manchmal, dass er normalerweise einen Laien auf dem Stuhl liegen hat, der vielleicht ganz gern wüsste, was sich hinter einzelnen Buchstaben oder fachspezifischen Wörtern verbirgt.

Die gängigsten hat die Zahnarztpraxis Dr. med. dent Steffen Klabunde einmal zusammengestellt. Wenn beim nächsten Besuch in der Praxis von "drei-sechs x" gesprochen wird, kann man also gleich mitreden. Los geht's, angefangen mit dem sogenannten Zahnschema. Will der Zahnarzt seiner Zahnarzthelferin oder seinem -helfer mitteilen, welche Zähne in Ordnung sind und welche nicht, bräuchte er ziemlich lange, würde jeder einzelne der Beißerchen mit vollem Namen ausgesprochen. Ob Schneide-, Eck oder Reißzahn oder die vorderen und hinteren Molaren und dann auch noch oben, unten, links oder rechts, erkennt man an den Zahlenfolgen, auf die man sich einmal geeinigt hat. Diese besteht aus den Zahlen 1 bis 4, gefolgt von den Zahlen 1 bis 8 (falls vorhanden). Die 1, 2, 3 oder 4 stehen dabei für Oberkiefer rechts, Oberkiefer links, Unterkiefer links, Unterkiefer rechts. Die nächste Ziffer betrifft den Zahn, um den es sich handelt. Der erste Zahn, also Nummer 1, ist dann jeweils der Schneidezahn, der letzte, sofern man Weisheitszähne hat, der achte. Ist bei einer Untersuchung von der "Zwei-Eins" die Rede, dann bedeutet dies, dass der erste Schneidezahn im Oberkiefer links betroffen ist. Ein Weisheitszahn im Unterkiefer rechts würde hingegen als "Vier-Acht" bezeichnet. Nach der Zahl, mit der der Zahn genannt wird, folgt meist ein Buchstabe. Folgende Bedeutung haben diese:
b = Brückenglied c = Karies e = ersetzt f= fehlt h = Klammer (Halteelement) i = Implantat k = Krone o = Geschiebe pk = Teilkrone t = Teleskopkrone x = extraktionswürdig z = zerstört. "Drei-Sechs x" heißt also, dass der erste große Molar im Unterkiefer links extraktionswürdig ist, also möglicherweise gezogen werden könnte. Natürlich wird ein Zahnarzt zunächst alles versuchen, einen Zahn zu erhalten.

Nicht nur die Abkürzungen sind für manche Patienten böhmische Dörfer, auch viele Fachausdrücke sind nicht als das erkennbar, was sie auf gut Deutsch aussagen wollen. Kein Wunder, sind doch die Begriffe lateinischen Ursprungs. Bringt man also ein wenig Licht ins Dunkel: -Approximal = zwischen zwei Zahnkrone befindlich -Buccal = wangenwärts/Richtung Wange -Distal = von der Kiefermitte abgewandt, zum Kieferbogenende gesehen -Interdental = Zahnzwischenraum, zwischen den Zähnen befindlich -Labial = der Lippe zugewandt, zur Lippe hin -Lingual = der Zunge zugewandt, die Zunge betreffend -Mesial = der Kiefermitte zugewandt, zur Kiefermitte hin -Okklusal = der Zahnkontakt zur Kaufläche hin, kauflächenwärts -Palatinal = den Gaumen betreffend (und damit Oberkieferbezogen) -Vestibulär = zum Mundvorhof hin -Zervikal = in Richtung Zahnhals, den Zahnhals betreffend.

Diese Begriffe fallen bei einer Analyse des Zahnschemas häufig. Aber auch für das, was umgangsprachlich Loch im Zahn genannt wird oder Zahnfleischentzündung, gibt es Fachbegriffe. Über die wird im nächsten Blog aufgeklärt!

Wie lange darf man nach einem Zahnarztbesuch nicht rauchen?
Das Rauchen ist nicht nur ein Risikofaktor für die allgemeine Gesundheit, sondern auch für die Mundgesundheit.

Das im Rauch enthaltene Nikotin führt zu einer Engstellung der kleinen Blutgefäße. Das reduziert die Durchblutung im Gewebe und damit die Abwehrkräfte im erheblichen Maß. Eine verzögerte Wundheilung und länger anhaltende Wundschmerzen nach einer zahnärztlichen Operation können die Folge sein.

Nach einem operativen Eingriff in der Mundhöhle sollten Sie für etwa 2 Wochen bis zum vollständigen Wundverschluss auf das Rauchen verzichten. Auf keinen Fall aber sollten Sie rauchen, solange die Spritze noch wirkt.

Es hat aus zahnärztlicher Sicht viele weitere Vorteile mit dem Rauchen aufzuhören. Wir wissen heute, dass das Rauchen einer der wesentlichen Faktoren für die Entstehung und das Fortschreiten von Zahnfleisch- und Knochenschwund, der sogenannten Parodontitis ist. Auch hier spielt die verminderte Durchblutung des Gewebes eine entscheidende Rolle.

Neben einer Verringerung des Kariesrisikos werden unschöne gelbliche Zahnverfärbungen und Mundgeruch wirksam vermieden, wenn Sie auf das Rauchen verzichten.

Es gilt darüber hinaus als erwiesen, dass Raucher ein erheblich höheres Risiko tragen, an Mundkrebs zu erkranken. Wie das Deutsche Krebsforschungszentrum in Heidelberg informiert, enthält der Rauch einer Zigarette über 90 nachweislich krebserregende Substanzen. Mit jeder Zigarette entstehen Schäden am Erbgut, welche dazu führen können, dass Körperzellen entarten. Das begünstigt die Entstehung von bösartigen Geschwüren. Der zeitgleiche Genuss von alkoholischen Getränken verstärkt diesen Effekt.

Die negativen gesundheitlichen Auswirkungen betreffen aber insbesondere auch die allgemeine Gesundheit. Schwere Herz-Kreislauf- und Lungenerkrankungen gehören ebenso zu den gefährlichen Folgen des Rauchens.

Ein Ausblick ist jedoch, dass ein Rauchstopp die Mundgesundheit nachhaltig verbessert. Bereits nach kurzer Zeit normalisieren sich Puls und Blutdruck. Innerhalb weniger Tage nach dem Rauchstopp sind Geruchs- und Geschmackssinn regeneriert. Das Risiko für Mundhöhlen-, Rachen- und Speiseröhrenkrebs sinkt innerhalb von 3-5 Jahren nahezu auf das Niveau eines Nichtrauchers. Auch die Schäden für die Allgemeingesundheit können begrenzt und teilweise sogar rückgängig gemacht werden.

Es lohnt sich also darüber nachzudenken, ob man mit dem Rauchen aufhören sollte.

Sollten Patienten dies aber nicht schaffen, so ist es wichtig, dass sie von ihren behandelnden Zahnärzten dennoch gemocht und akzeptiert werden.

Autor: Dr. Andreas Böhle